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Der Kampf gegen die Hundehaufen - ein Kampf gegen Windmühlen?

Wie auf diesen Seiten berichtet, hat die Stadt Kerpen den Hundehaufen den Kampf angesagt. Nicht den Hunden, sondern ihren Begleitern, die einfach mal weggucken, wenn ihr Liebling Grünanlagen, Wiesen oder auch Gehwege vollka...

Zwei Ämter haben sich in diesem Kampf zusammengeschlossen: Mitarbeiter des Ordnungswesens und der Abfallwirtschaft versuchen gemeinsam, gegen ein jahrzehnte altes Verhalten anzugehen.

Die Mission ist heikel, denn wie „erzieht" man erwachsene Menschen?

Zunächst einmal mit Einsicht.Hundekot Fähnchen Um das Ausmaß der „Verunreinigung" deutlich zu machen, werden die Kothaufen mit Fähnchen markiert.

Das Bild, das sich nach so einer Markierung ergibt, ist erschreckend. Da reihen sich Fähnchen an Fähnchen, und vor sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel Kindergärten, ist es am schlimmsten! (siehe Bild unten "Kind und Fähnchen").


Die Reaktion der Hundehalter ist sehr unterschiedlich. Diejenigen, die den Kot wegmachen, begrüßen die Aktion und erfahren eine Bestätigung ihres Handelns.

Die Anderen fühlen sich angegriffen und bringen dieses Gefühl mehr oder weniger deutlich zum Ausdruck. Dabei ist es für diese Personengruppe sehr einfach, ihr Unbehagen durch Verhaltensänderung (Beseitigung der Haufen) zu beenden um dann zu den „Guten" zu gehören.

Um die Verhaltensänderung zu unterstützen, gibt es von der Stadt kleine Geschenke: 50 Hundekottüten bekommt jeder Hundehalter, der von den städtischen Mitarbeitern die einer Info-Aktion angetroffen wird. Alle anderen können sich diese Beutel kostenlos im Rathaus abholen.

Kind zwischen Hundekot Doch manche scheinen diesen kleinen Schritt zu verweigern. Es ist bemerkenswert, wie schnell die Beweis-Fähnchen aus dem „Blickfeld der Öffentlichkeit" verschwinden; sie werden nicht vom Winde verweht oder in Straßenpapierkörben entsorgt - sie werden vollkommen entfernt. Nichts soll mehr auf das Fehlverhalten hinweisen.... Und weiter stinken die Haufen in Parkeingängen, um Sitzbänke und vor Kindergärten.

Die Bemühungen der Stadtverwaltung werden nach den einleitenden Aktionen mit Fähnchen, Beutelausgabe und Infozetteln verstärkt. Nun werden die Mitarbeiter des Außendienstes auch „Knöllchen" schreiben und uneinsichtiges Begleitpersonal der Hunde zu Kasse bitten.

Eine (zaghafte) Bewusstseinsänderung lässt sich jedoch nicht aufhalten.

Vor allem Hundehalterinnen und Hundehalter, die konsequent die Exkremente ihrer Vierbeiner entfernen beschämen durch ihr Verhalten die Ignoranten.

Und die Unfreiwillig-Betroffenen lassen sich vollgesch... Grünstreifen und Vorgärten nicht mehr gefallen und unterstützen aktiv die Kampagne der Stadt, indem sie selber Fähnchen in ihrem Wohnbereich stecken.

Der Kampf wird nicht leicht zu gewinnen sein und ganz bestimmt nicht ohne die Mithilfe der Bevölkerung.

 

Artikel und Bildmaterial eingereicht von
Stadt Kerpen
Ingrid Nelsen
Abt. 25.1 Abfallwirtschaft, Grün
Sindorfer Straße 24
50171 Kerpen

Tel.: 0 22 37/ 9 23 27-20
Fax: 0 22 37/ 9 23 27-50
E-Mail: ingrid.nelsen@stadt-kerpen.de

 

Datum:   08.06.2010, 12:31:12 Uhr
Kategorie:   News
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