Die Probleme sind
vielfältig: Hundekot auf der Sandschaufel unserer Kinder, Slalomlaufen
um die Tretminen auf den Wegen und in Grünanlagen sowie stinkende,
kotverschmierte Schuhe. Das darf nicht sein!
Zwar wird der Umgang mit den tierischen Hinterlassenschaften im Ordnungsrecht der Stadt Kerpen eindeutig geregelt, doch scheint die Verpflichtung, "durch die Tiere verursachte Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu beseitigen" gar zu gerne in Vergessenheit zu geraten. Aus diesem Grunde plant die Stadt Kerpen für diesen Sommer mehrere Aktionen, um auf Selbstverständliches erneut hinzuweisen.
Mit einem kleinen
Infostand werden Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und des
Ordnungsamtes Mitbürgerinnen und Mitbürger über die Regelungen zur
Entfernung von Hundekot aufklären. Dass diese Verpflichtung besteht,
darüber sind die Halter informiert.
Jedoch weckt die Vorstellung von der entrichteten Hundesteuer oft die irrige Ansicht, mit der Zahlung der Steuer sei auch die Reinigung abgegolten. Mit dieser falschen Vorstellung will die Aktion ebenfalls aufräumen. Hundehalter bekommen einen Flyer, der diesen Irrtum aufklärt.
Ein anderes Missverständnis ist die Vorstellung, Hunde dürften in städtischem Grün ihr Geschäft verrichten - also in Pflanzstreifen, Wiesenstücken und auf Baumscheiden. Nein! Auch hier gelten die gleichen Regeln wie auf befestigten Flächen: der Haufen muss entfernt werden.
Um gleich mit gutem Beispiel voran zu gehen, bekommen die Hundehalter am Infostand 50 Kotbeutel geschenkt.
Ausgesprochen
anschaulich macht die Markierungsaktion das Problem. Hierbei werden
die Haufen mit Fähnchen und Kreidekreisen gekennzeichnet.
Erfunden von einer
Stadtpsychologin wirkt das Markieren von Hundehaufen als Zeichen
sozialer Kontrolle und soll so Hundehalterinnen und Hundehalter zum
selbstständigen Kot-Entfernen bewegen. Vor allem aber visualisieren
die Fähnchen den wahren Umfang der Verschmutzung öffentlicher
Straßen und Grünflächen.
In den nächsten Wochen wird die
Fähnchen-Aktion in Horrem und Sindorf an ausgewählten Stellen
durchgeführt.
Beide Aktionen sind bereits im vergangenen Sommer in Kerpen erfolgreich durchgeführt worden.
Als Ansporn für verantwortungsvolle Hundefreunde gibt die Stadt kostenlos Hundebeutel zum "Kennen lernen" ab. Fünfzig Gassibeutel pro Hundehalter sind an der Infothek im Rathaus und an den bekannten Bürgerservicestellen in Horrem, Buir, Türnich und Sindorf erhältlich, solange der Vorrat reicht.
Hundebesitzer sollen die Beutel beim Gassi gehen mitnehmen und später damit den Hundekot aufnehmen. Die gefüllten und verknoteten Tüten können in einen der rd. 9.100 öffentlichen Papierkörbe geworfen werden.
Die Stadt möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Aktion nicht gegen die Hundehalterinnen und Hundehalter oder die Hunde selber gerichtet ist! Was hingegen nicht akzeptiert wird, ist die Verweigerungshaltung von Herrchen und Frauchen, Hundehaufen umgehend zu entfernen.
Und was halten Sie von der Aktion "Kleiner Haufen.... ....großer Ärger?
| Datum: | 05.06.2009, 11:10:54 Uhr |
| Kategorie: | News |
| Kommentare: | 3, Neuen Kommentar schreiben |
Bisherige Kommentare:
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Datum: |
29.05.2010, 14:00:38Uhr |
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Datum: |
29.05.2010, 13:56:00Uhr |
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Datum: |
10.05.2010, 14:04:22Uhr |